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Gutsherrenradtour

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Länge: 150 km Radwege: Gutsherrenradtour Beschilderung erfolgt 2007/08 Museums Tour, SeeTour, Uckermärkischer Radrundweg, Radfernweg Berlin – Usedom, Schloss und Kirchentour Freizeitaktivitäten: Angeln, Bootsverleih, Kanu, Ausflugsschifffahrt, Badestellen, Freibäder Sehenswertes: Landhaus Buchenhain (1 km), Kapelle in Mellenau (3 km), Schloss Arendsee (3 km), Lennepark in Warbende (4 km), Fürstenwerder: Findlingsgarten, Stadtmauer, Tore und Wiekhäuser, Heimatstuben, Hildebrandshagen: Fachwerkkirche mit Holzschnitzaltar, Wolfshagen: Baudenkmäler, Amalienhof: Gutsanlage mit Wasserturm (2 km), Lemmersdorf: Gutshaus und Parkanlage, Güterberg: Kaiser-Manöverplatz, Taschenberg: Speicher (3 km), Trebenow: Großsteingrab, Wilsickow: Gutshausanlage (5 km), Wollschow: Hünengräber (7 km), Lützlow: Nachbildung Hünengrab, Gramzow: Klosterruine, Eisenbahnmuseum Hinweis: Die km-Angaben beziehen sich auf die Entfernung vom Radweg aus. Weg: Meist wenig befahrende Landstraßen, unbefestigte Forst- und Spurplattenwege oder auch Kopfsteinpflasterstraßen machen die Strecke anspruchsvoll. Essen/Trinken: In Prenzlau, Wichmannsdorf, Boitzenburg, Buchenhain, Parmen, Fürstenwerder, Brüssow, Wallmow, Gramzow, Blankenburg, Seehausen und Röpersdorf laden gemütliche Gasthäuser zum Verweilen ein. Touristinfo: Prenzlau, Fürstenwerder, Brüssow, Warnitz Anbindung: Uckermärkischer Radrundweg, Radfernweg Berlin-Usedom, Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte Eine Zeitreise beginnt: Die Zeit der Schlossherren, der Guts- und Herrenhausbesitzer wird lebendig. Der aufmerksame Entdecker kann den einstigen Glanz ländlichen Lebens noch heute erahnen. Der mahlende Zahn der Zeit lässt einige dieser historischen Stätten nur noch als Reste längst vergangener Zeiten erleben. Doch gerade von denen geht eine ganz besondere Faszination aus und beflügelt die eigene Fantasie, Geschichte und Geschichten lebendig werden zu lassen. Ausgangs- und Endpunkt der insgesamt 150 Kilometer langen Tour ist Prenzlau. Über die Neubrandenburger Straße verlässt man die Uckermärkische Kreisstadt und passiert die kleinen Orte Klinkow, Güstow und Gollmitz (Wassermühle – größtes Wasserrad Brandenburgs). In Kröchenlendorff (22 km) ist bereits das erste Etappenziel der Rundreise erreicht. Das einstige Rittergut und das Schloss Kröchlendorff liegen im Herzen des Naturparks Uckermärkische Seen, umgeben von einem wunderschönen Park, einst entworfen von Peter Joseph Lenne. Das 1848 von Preußens erstem freischaffendem Architekten, Eduard Knoblauch, erbaute Schloss wurde aufwendig restauriert und wird seit 1996 als Bildungs- und Seminarzentrum genutzt. Der gut befahrbare Radweg durch das angrenzende Waldgebiet führt nach nur wenigen Kilometern ins geschichtsträchtige Boitzenburg (11 km). Die mehr als 700 Jahre alte Gemeinde Boitzenburg entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem beliebten touristischen Ausflugsziel. Eine Führung im Mühlenmuseum oder im Schloss, die Besichtigung der imposanten Klosterruine des Zisterzienserklosters oder der Kirche St. Marien auf dem Berge, vielleicht ein leckerer Imbiss in der Forellenzucht der Uckermark Fisch GmbH sollten hier auf jeden Fall eingeplant werden. Nach diesem abwechslungsreichen Aufenthalt in Boitzenburg wird der Ort auf dem Radweg in Richtung Krewitz über den Rastplatz ,,Roter Ochse“ verlassen. Über Weggun und Parmen radelt man nach Fürstenwerder (20 km). Dieser Abschnitt ist ein wahres Naturerlebnis! Die von der Eiszeit geformte Landschaft präsentiert sich mit ihren sanften und welligen Anhöhen und Senken, Mooren und Bächen. Das natürliche Wechselspiel offener Landschaften, bunter Wiesen und kornblumenblauer Äcker sind bestimmend für die Uckermark und stehen im Kontrast zur urwüchsigen, dünn besiedelten Landschaft. Neues und Altes vereint, Regsamkeit und Geruhsamkeit im Einklang, so wirkt das Ortsbild der Gemeinde Fürstenwerder auf seine Gäste. Der Radweg führt hier vorbei an hübschen, modernisierten Häusern, einer liebevoll restaurierten Stadtmauer, gepflegten Gärten und Anlagen sowie den besonders sehenswerten Heimatstuben. Bülowssiege, Hildebrandshagen, Wolfshagen, Lemmersdorf, Kleishöhe, Güterberg, Lübbenow, Neumannshof, Trebenow, Nechlin, Nieden und Göritz gilt es auf dem nächsten Abschnitt der Radroute zu erkunden. Ein Zwischenstopp in Bülowssiege verrät viel über das einstige Vorwerk, heute eine Denkmalgeschützte Anlage von besonderer kulturhistorischer Bedeutung aus der zeit der Freiheitskriege (1813/15). Das Vorwerk in Bülowssiege sowie die Kirche, die Königssäule und weitere Denkmäler und Gebäude der Gemeinde Wolfshagen (10 km) und Umgebung wurden von Hermann Reichsgraf von Schwerin erbaut. Vorwiegend kleine Nebenstraßen, sandige Streckenabschnitte, gut ausgebaute Landstraßen aber auch Kopfsteinpflaster prägen die Radroute bis nach Göritz. Einmal die Bundesstraße B 109 überquert, geht die Fahrt weiter nach Tornow, Karlshof, Klockow, Carmzow, Hedwigshof bis nach Brüssow (18 km), der nördlichsten Stadt Brandenburgs. Das ehemalige Rittergut Brüssow, mit malerisch gelegenem Park aus dem Jahr 1725, hatte für damalige Verhältnisse ein recht prächtiges Herrenhaus. Es wurde jedoch im 19.Jh. Völlig überbaut und beherbergt heute ein renommiertes Bildhaueratelier. Tipp: Der Campingplatz und die Badeanstalt am See, das Heimatmuseum in einer ehemaligen altlutherischen Kirche, die 4 Meter hohe Stadtmauer und die Stadtkirche sowie die Großsteingräber bei Hammelstall und Wollschow lohnen einen Besuch. Die hügelige Grundmoränenlandschaft in diesem Teil der Uckermark ist durch ausgedehnte Felder, zahlreiche Seen und Wälder reich gegliedert und die Heimat vieler selten gewordener Tier- und Pflanzenarten. Der Radweg führt hier durch die Orte Frauenhagen, Trampe, Wallmow, Eickstedt und Lützlow (22 km). Ein kurzer Zwischenstopp empfiehlt sich hier am Hünengrab bei Lützlow. Als Aussichtspunkt gibt dieser Ort einen herrlichen Blick auf das weit reichende Randowtal frei, bevor es weiter geht ins vier Kilometer entfernte Gramzow. Gramzow, 1178 das erste Mal urkundlich erwähnt, gehört zu den ältesten Ortschaften der Uckermark. Noch heute erinnern die restaurierten Fachwerkhäuser und der imposante Westflügel der Klosterruine an längst vergangene Zeiten. Eine willkommene Abwechslung, nicht nur für Technikinteressierte, ist die Besichtigungstour im Gramzower Museum für Klein- und Privatbahnen. Zwischenstationen auf dem Rückweg nach Prenzlau sind die kleinen orte Koboltenhof, Heidehof und Blankenburg. Auf der Weiterreise nach Seehausen (14 km), zwischen dem Unter- und Oberuckersee gelegen, sind es besonders die alten Fachwerk- und Feldsteinhäuser, die die blicke der Besucher auf sich ziehen; genau so, wie die kleine aber bemerkenswerte Holzkirche mit Kanzel und pittoreskem Altar. Tipp: In Seehausen bietet es sich an, mit dem Fahrrad an Bord des Fahrgastschiffes ,,Onkel Albert“ zu gehen und so die etwa 10 Kilometer lange Wegstrecke bis nach Prenzlau auf erholsame Weise abzukürzen. Die hügelige Landschaft, die weiten Felder, die Wiesen mit dem weidenden Vieh und vielen verschiedenen Vogelarten sind vom Wasser aus entspannt in aller Ruhe gut zu beobachten. Wer lieber auf dem Radweg bleiben möchte oder gerade das Fahrgastschiff verpasst hat, radelt über die Orte Potzlow, Strehlow und Zollchow zurück nach Prenzlau. (Quelle: Mit dem Rad durch die Uckermark)